Angel Ride 2026

40 Teams fanden sich am 15. August 2026 zur 4. Auflage am Start beim Restaurant Silo in Einsiedeln ein. Auf sie wartete eine Fahrstrecke von rund 190 km, die es in fünf Etappen zurückzulegen galt. Die grosse Hitze war nicht nur für die Oldtimer sondern auch für die Rallyefahrer sowie für alle Funktionäre eine Herausforderung.

Im Parc fermé fand am frühen Morgen die administrative Kontrolle statt. Alle Fahrzeuge wurden startklar gemacht und erhielten ein Rallyeschild und Startnummern. Nach dem Willkommenskaffee mit Gipfeli in der Silo Kantine wurden die Roadbooks und Bordkarten ausgehändigt, und die Teams konnten mit den Fahrvorbereitungen für ihre Rallye-Fahrt beginnen.

Beim diesjährigen Angel Ride musste die Strecke wiederum anhand von Krokis, Fotos, Kartenausschnitten, Chinesenzeichen usw. gefahren werden. Für die einzelnen Etappen wurden Durchschnittsgeschwindigkeiten vorgegeben. Zudem fanden unterwegs Durchfahrtskontrollen statt.

Auf abgesperrten Strecken wurden insgesamt fünf Wertungsprüfungen ausgetragen, bei denen das fahrerische Können, Geschicklichkeit und das Einhalten der vorgegebenen Fahrzeit unter Beweis gestellt werden mussten. Zudem warteten an verschiedenen Posten teils knifflige Aufgaben auf die Teilnehmer, die erwartungsgemäss unterschiedlich gut gelöst wurden.

1. und 2. Etappe am Vormittag

Die 1. Etappe führte von Einsiedeln zur Talstation der Laucherenbahn in Oberiberg. Hier wurde ein anspruchsvoller Slalom als erste Wertungsprüfung ausgetragen. Dann ging es rund um den Sihlsee wieder zurück nach Einsiedeln und von da via Wäniberg und Gross erneut hinauf nach Oberiberg zum Etappenhalt bei der Roggenstock Lodge.

Schon wenige Minuten nach dem Start zur 2. Etappe durfte der Slalom bei der Laucheren-Talstation zum zweiten Mal gefahren werden. Dann ging es weiter über die Ibergeregg zum Kantonshauptort Schwyz, von da über Lauerz, Steinen, Steinerberg, die Wildspitzstrasse hinauf zum Parkplatz bei der Obhäg-Kapelle, wo sich das Etappenziel mit Zeitkontrolle befand. Hier war noch ein Bergsprint als weitere Wertungsprüfung zurückzulegen, bevor in der Alpwirtschaft Gehren zum Mittagessen eine willkommene Pause eingeschaltet werden konnte. Hier oben – auf einer Höhe von 1271 m  – war es um die Mittagszeit nur unwesentlich weniger heiss, was einigen Oldtimerautos arg zu schaffen machte. Die meisten Angel-Ride-Teilnehmer waren zum ersten Mal in dieser Gegend und genossen die unglaublich schöne Aussicht auf den Schwyzer Talkessel und die prächtigen Mythen.

3. und 4. Etappe am Nachmittag

Nach dem Start zur 3. Etappe ging es bergab via Sattel, Steinerberg, Oberarth, Goldau, dann dem Lauerzersee entlang bis nach Unterseewen.

Hier wartete auf dem Kibag-Areal bereits die vierte Wertungsprüfung in Form eines weiteren Slaloms auf die Rallyefahrer. Die Fahrt ging dann weiter via Brunnen, Ibach, Schwyz, Rickenbach, die Ibergereggstrasse hinauf, zum Etappenhalt beim Berggasthaus Hand.

Die 4. Etappe führte dann via Illgau und Ibach zurück nach Unterseewen, wo der Slalom auf dem Kibag-Areal ein weiteres Mal gefahren wurde. Von hier aus ging es über Sattel und Rothenthurm zurück in die Gegend von Einsiedeln, wo die Etappe beim Restaurant Burg, in Trachslau mit einer Zeitkontrolle zu Ende ging.

Unvergesslicher Korso als krönender Abschluss

Die letzte Angel-Ride-Etappe wurde wie immer im Konvoi gefahren. Diesmal wurde sie aber als eigentliches Oldtimer-Korso ausgestaltet, an dem sich viele weitere Oldtimerfahrzeuge und Traktoren beteiligten. Der EA veröffentlichte dazu einen ausführlichen Bericht in der Dienstag-Ausgabe. Beeindruckend für alle Rallyefahrer und Korso-Teilnehmer war der grosse Zuschaueraufmarsch, was die Fahrt durch das Dorf Einsiedeln und über den Klosterplatz einmalig machte. Freudig und gut gelaunt fanden sich alle im Silo, Einsiedeln ein, wo der Tag mit einem feinen Apéro und einem ausgezeichneten Nachtessen seinen gemütlich Abschluss fand.

Edgar Gwerder und Daniele Gatani gewinnen

Die Rangliste wurde aufgrund einer Wertungstabelle erstellt. Wer die vorgegebenen Fahrzeiten am besten einhielt, alle Durchfahrtskontrollen passierte und die Aufgaben an den Posten mehr oder weniger erfolgreich löste, heimste am wenigsten Strafpunkte ein.

Als bestes Team und grosse Sieger führen Edgar Gwerder und Daniele Gatani, Küssnacht, mit ihrem Volvo PV 544 Rallye, Baujahr 1960, die Rangliste mit nur 170 Strafpunkten an. Im 2. Rang folgen die Vorjahressieger Peter Schuler und Erwin Horat, Steinen (VW Käfer, 1969), gefolgt von Daniel Müller und Karolin Schilling, Steinen (BMW E30 318i Cabrio, 1992) auf dem 3. Rang. Als beste Einheimische finden wir Kilian Kälin und Deborah Bütler (BMW 535i, 1989) auf dem 8. Rang.

Die Fahrt verlief unfallfrei, aber nicht pannenfrei. Drei Teams schafften es nicht ins Ziel. Das schöne Wetter war willkommen, aber etwas weniger heiss hätte es auch getan. Im nächsten Jahr wird der Angel Ride am 21. August wieder in Einsiedeln gestartet. Auch ein Oldtimer-Korso wird gleichentags wieder stattfinden. Informationen dazu gibt es auf www.angelride.ch.

Siehe auch weitere Bilder und das Video.